Toleranz ist nicht Gleichgültigkeit

Toleranz ist nicht Gleichgültigkeit

Auf der Verleihung des Preises für Zivilcourage durch die Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz beeindruckte mich besonders Festredner Dr. Wolfgang Clement.

Der ehemalige Ministerpräsident von Nordrhein Westfalen hatte vor 15 Jahren spontan den Bau des Mahnmals auf dem Propst-Bechte-Platz seine Unterstützung zugesagt und die Schirmherrschaft übernommen. In der Schlosskapelle der Zitadelle sprach er mahnenden und zugleich apellierenden Worte: „Es ist die Aufgabe unserer Gesellschaft, das Vergessen nie zuzulassen“. Vielmehr müssten wir uns immer bewusst sein, aus welchen Gründen solche Schreckenszeiten begännen, „um für die Zukunft zu wissen, was zu tun ist, damit es nie wieder passiert“
Es ist auf der einen Seite wichtig dass die Erinnerungen nicht enden wie es genauso wichtig ist, heute aus den Lehren der Geschichte zu handeln.

Toleranz ist für ihn: „Das Ertragen des Anderssein der anderen, das Fremdsein der Fremden. Toleranz ist nicht Gleichgültigkeit.“

Diese Worte haben grade in Zeiten des wachsenden Populismus wieder eine wegweisende und wichtige Bedeutung.

Zivilcourage ist eine der höchsten Tugenden. Die Verpflichtung dazu sichtbar gemacht zu haben, dadurch, dass sich die unter dem Nazi-Regime Ermorderten sinnbildlich als Mahnmal in den Weg stellen, dafür wurden die vier Preisträger Dr. Peter Nieveler und Heinrich Stommel, August Jagdfeld und Heinz-August Schüssler geehrt.
Damit Gedenken in die Zukunft führt, dafür zeichnete die Jülicher Gesellschaft Schülerinnen des Mädchengymnasiums Jülich, Schüler des Berufskollegs Jülich und Aktive des Jungen Theaters Düren sowie Konfirmanden aus Aldenhoven aus.

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