Digitalisierung der Bauprozesse

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Digitalisierung der Bauprozesse

Baustellen der Zukunft werden erst digital und dann real gebaut

Gemeinsam mit meinem Fraktionskollegen und NRW Verkehrsminister Henrik Wüst, der im Rahmen seiner Mobilitätstour in den Kreis Düren gekommen ist, überzeugte ich mich vom Baufortschritt an der B 56n, die die Stadt Düren in Zukunft erheblich entlasten wird. Wir waren beeindruckt, was heute durch die Digitalisierung im Straßenbau alles möglich ist.

Man spricht von BIM.5D (B(austellen)I(nformations)Management.5D). Was ist damit gemeint?

  • 3D Geometrie „was man sieht, ist das, was man baut.“
    Nach der Bestandsaufnahme mittels Drohne werden alle Planungsunterlagen digital erstellt und in 3D-Modellen visualisiert. Das schafft Transparenz auch für die Öffentlichkeitsarbeit im Genehmigungsverfahren und schützt die Baufirma vor Überraschungen während des Baus.
  • 4D Zeit „Man sieht, wann etwas gebaut wird“
    Die zeitlichen Abläufe werden simuliert, man erlebt eine virtuelle Baustelle.
  • 5D Daten und Prozesse/Kosten „ Man sieht, wie es gebaut wird“
    Alle Daten werden erfasst, dokumentiert und optimiert, auch hinsichtlich der Kosten.

Im Ergebnis liegt ein komplettes Baumanagement vor, bevor überhaupt der erste Spatenstich gemacht wird. Alle Daten werden während der tatsächlichen Bauzeit ständig an die Bedingungen angepasst und optimiert. Ergänzt wird das Baustellenmanagement durch autonom fahrende Maschinen, einer Steuerung durch den Mitarbeiter über Tablet, eine Ergebnisdokumentation über den tatsächlichen Verlauf, zentrale Speicherung aller Daten mit Fotos, Sprachnachrichten usw.

Minister Wüst sieht in der Digitalisierung einen großen Schrittmacher. Das kann ich nur unterstützen! Wichtig ist mir aber auch, dass beim Einsatz modernster Technik keine Arbeitsplätze wegfallen: Die Arbeitsplätze werden sich verändern, wobei jeder durch Fortbildung mitgenommen werden soll.

Die Bauindustrie NRW hat mit Blick auf die Zukunft zahlreiche Forschungsprojekte initiiert. Es geht um den Einbau von Sensoren in die Asphaltdecke zur Erfassung des Zustands der Fahrbahn, um Erhaltungsmaßnahmen zu terminieren, Erfassung der Temperatur, um die Salzmenge im Winter zu steuern oder autonomes Fahren. Besondere Abstreumaterialien sollen Stickoxide ableiten, so dass die Straßen eine Funktion in der Luftreinigung übernehmen.

Entscheidend ist für mich: Wir müssen den Mobilfunkausbau vorantreiben – ohne 5G-Mobilfunk-Standard ist BIM.5D nicht möglich!

2017-10-25T19:15:42+00:00 25. Oktober 2017|Bildung & Forschung, Region, Vor Ort, Wirtschaft|0 Kommentare

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