Ländlicher Raum macht Schule

Ländlicher Raum macht Schule

Bei meinem Besuch der Primusschule in Titz konnte ich eine große Identifikation mit der Schule auf allen Ebenen spüren – seitens des Schulträgers, des Gemeinderates, der Schulleitung, von Eltern und Schülern.

„Die Schule ist handmade by Titz“, stellte Bürgermeister Jürgen Frantzen die besondere Konzeption der Schule vor, die derzeit von Klasse 1 bis 4 unterrichtet und im nächsten Jahr die erste Klasse 5 im Sekundarbereich I bilden wird. Nachdem seinerzeit die Hauptschule ausgelaufen war, fällte der Gemeinderat der Landkommune die Entscheidung, den Schulstandort über die Grundschule hinaus zu erhalten. Sie verfolgten dabei das Ziel, den Kindern lange Fahrtzeiten zu ersparen und die Schule vor Ort, in der alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erreicht werden können, als Standortvorteil für Neuansiedlungen zu nutzen. Derzeit werden auch die Gebäude der ehemaligen Hauptschule noch aufwändig saniert, wobei bei der Farbgebung – in den Farben des Logos der Landgemeinde – oder der Wandgestaltung, die mit wissenswerten Zitaten berühmter Menschen geschmückt ist, deutlich wird, dass Details hier mit Liebe geplant werden.

Die Schule hat sich bewährt, wie hervorragende Anmeldezahlen belegen. Entscheidend ist dabei sicher auch die besondere Form des Lernens. Die Schulleiterinnen Stefanie Törkel-Howlett und Anja Schüürmann haben die pädagogische Ausrichtung der Schule gemeinsam entwickelt – auch hier wieder „handmade by Titz“. Sie schilderten mir eindrucksvoll, wie sie in Vielem einen eigenen Weg gegangen sind und praktische Erfahrungen aus dem Primarbereich und der Sekundarstufe I eingebracht haben.

Ich bin beeindruckt vom Angebot: selbständiges Lernen, individuelle Förderung starker und schwacher Schüler, bilingualer Sportunterricht ab Klasse 1, gebundener Ganztag ab Klasse 4 und Durchführung eines Primustags mit Projekten einmal in der Woche. Von dem Engagement der Kinder, ihrer Kreativität, aber auch von ihrem Selbstbewusstsein konnte ich mich selbst überzeugen. Ich durfte beim wöchentlich stattfindenden Klassenrat teilnehmen und es war einfach wunderbar zu sehen, wie die Schüler auf das Leben vorbereitet werden.

Die Primusschule Titz ist für mich ein Schulmodell, von dem man lernen kann!

2017-10-17T22:46:58+00:00 14. Oktober 2017|Allgemein Region, Bildung & Forschung, Vor Ort|0 Kommentare

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