Die sprachlichen Voraussetzungen von Kindern beim Schuleintritt sind sehr unterschiedlich. Für viele ist die fehlende Sprachkompetenz eine der größten Hürden für einen erfolgreichen Start ins Schulleben. Genau hier setzt das neue Konzept der verpflichtenden ABC-Klassen im Jahr vor der Einschulung an.

Ziel ist es, Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf frühzeitig und verbindlich zu unterstützen, damit sie selbstbewusst, lernbereit und gut vorbereitet in die Schule starten können. Wer ein Jahr früher ansetzt, verhindert, dass sich Bildungsnachteile bereits in den ersten Schuljahren verfestigen.

Die geplante frühere Schulanmeldung ermöglicht eine rechtzeitige Förderung – noch bevor der reguläre Unterricht beginnt. Damit wird nicht nur individuelle Entwicklung gestärkt, sondern auch Chancengerechtigkeit im Bildungssystem nachhaltig verbessert.

Wichtig ist dabei: Die Kommunen werden nicht allein gelassen. Das Land bekennt sich klar zum Konnexitätsprinzip und übernimmt die entstehenden Kosten, etwa für zusätzliche Räume, Materialien oder Fahrtwege. Gleichzeitig soll die Sprachförderung eng zwischen Schule und Kita verzahnt werden, um bestehende Strukturen sinnvoll zu ergänzen.

Die ABC-Klassen sind damit ein konsequenter, früher und verantwortungsvoller Schritt:
Sprache ist der Schlüssel zu Bildung – und Bildung beginnt nicht erst am ersten Schultag.