Nordrhein-Westfalen bleibt Spitzenstandort der Wissenschaft
Die Universität Bonn und die RWTH Aachen behalten ihren Status als Exzellenzuniversität
bis 2033 und bestätigen damit die hohe Qualität von Forschung, Lehre und Transfer an
unseren Hochschulen. Schon im vergangenen Jahr gingen 15 Exzellenzcluster und damit
mehr als in jedem anderen Bundesland nach Nordrhein-Westfalen. Zugleich ist der
Wettbewerb noch nicht abgeschlossen: Mit der Universität zu Köln sowie dem Verbund
aus Ruhr-Universität Bochum und TU Dortmund sind zwei weitere starke Bewerber aus
Nordrhein-Westfalen im Rennen, um ebenfalls Exzellenzuniversität zu werden. Das
unterstreicht die wissenschaftliche Stärke Nordrhein-Westfalens. Wir stärken unseren
Wissenschaftsstandort unter anderem durch hohe Investitionen und setzen die richtigen
Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation in Nordrhein-Westfalen.
Spatenstich bei Microsoft im Rheinischen Revier: in Nordrhein-
Westfalen entsteht Zukunft
Nordrhein-Westfalen wird zum zentralen Standort für die Infrastruktur des digitalen
Zeitalters. Mit der Ansiedlung von drei hochmodernen Microsoft-Hyperscaler-
Rechenzentren im Rheinischen Revier entsteht eine der bedeutendsten Cloud- und KI-
Infrastrukturen Deutschlands. Microsoft investiert insgesamt 3,2 Milliarden Euro in seine
Infrastruktur und Dienstleistungen in Deutschland – ein erheblicher Teil davon fließt in die
neuen Rechenzentren in Bergheim, Bedburg und Elsdorf.
Diese Investitionen sind mehr als ein Industrieprojekt: Sie sind ein Motor für neue
Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Innovation. Im Umfeld der Rechenzentren entsteht ein
leistungsstarkes KI-Ökosystem mit Projekten wie dem AI Village, dem Blockchain-
Reallabor, Digitalparks und dem Hightech-Standort Frimmersdorf. Unternehmen, Start-
ups, Mittelstand, Forschung und Verwaltung erhalten direkten Zugang zu modernster
Rechenleistung und KI-Technologie – die Grundlage dafür, dass Anwendungen der
Künstlichen Intelligenz in Nordrhein-Westfalen entwickelt, erprobt und in die Praxis
gebracht werden.
Aus Erfahrungen gelernt: Moderner Katastrophenschutz für
Nordrhein-Westfalen
Mit der Novellierung des Gesetzes über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den
Katastrophenschutz (BHKG) setzen wir einen zentralen Baustein unseres
Koalitionsvertrages zur Stärkung der inneren Sicherheit um. Der Gesetzentwurf zieht die
notwendigen Lehren aus der Hochwasserkatastrophe 2021 und passt die rechtlichen
Rahmenbedingungen an die aktuellen Herausforderungen an, um Nordrhein-Westfalen
insgesamt krisenfester zu machen.
Durch die Reform wird der Katastrophenschutz grundlegend weiterentwickelt, unter
anderem durch die gesetzliche Verankerung der zentralen Landesstelle für
Katastrophenschutz sowie der Verpflichtung zur Vorhaltung eines
Katastrophenschutzlagers. Außerdem wird das Land künftig einen Bedarfsplan für den
Katastrophenschutz und einen Rahmenwarnplan erstellen. Auch die Strukturen auf
kommunaler Ebene werden geschärft, unter anderem durch die gesetzliche Verankerung
einer kommunalen Warnplanung, um eine gezielte Vorbereitung auf mögliche
Schadenslagen vor Ort zu gewährleisten.
Defence.NRW: Sicherheitspolitische Verantwortung und
industriepolitische Chancen
Nordrhein-Westfalen übernimmt Verantwortung für die Verteidigungsfähigkeit unseres
Landes und nutzt zugleich die wirtschaftlichen Chancen der Sicherheits- und
Verteidigungsindustrie. Mit dem neu geschaffenen Cluster Defence.NRW, dem geplanten
Production Launch Centre Defence in enger Partnerschaft mit der Industrie sowie dem
Förderprogramm DefenceTech.NRW setzt die Landesregierung die Zeitenwende konkret
um und macht deutlich: Sicherheit und industrielle Stärke gehören zusammen.
Mit dem Production Launch Centre Defence plant die Landesregierung ein von
Industrieunternehmen getragenes Technologiezentrum (etwa Rheinmetall, Mubea und
Lockheed Martin), in dem Unternehmen aller Größen gemeinsam mit
Forschungseinrichtungen sicherheitsrelevante Anforderungen in marktfähige Systeme und
industrielle Produktionslösungen überführen. Darüber hinaus werden über den EFRE-
Förderaufruf „Defence.Tech.NRW“ mit 25 Millionen Euro EU-Mitteln gezielt Technologien
mit doppeltem Verwendungszweck – zivil und militärisch – unterstützt. Durch die
Einbindung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in das Standort- und
Investorenmarketing von NRW.Global Business sowie die seit Mai 2025 angepassten
Fördervoraussetzungen der NRW.Bank, die sicherheits- und verteidigungsrelevante
Tätigkeiten in allen Programmen förderfähig machen, stärkt das Land konsequent diesen
strategisch wichtigen Industriezweig.
Auf Initiative Nordrhein-Westfalens hat der CDU-Bundesparteitag einen Antrag zur
Stärkung der Verteidigungsindustrie in Deutschland angenommen. Ziel ist unter anderem
der Ausbau von Produktionskapazitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette,
langfristige Planungssicherheit durch eine strategische Beschaffungspolitik, die Förderung
von Dual-Use-Technologien und die Stärkung der Innovationsfähigkeit in der Kette der
Zulieferer. So verbinden wir die Stärkung unserer freien und sicheren Demokratie mit
Innovation, Wertschöpfung und guten Arbeitsplätzen in einem modernen, international
vernetzten Verteidigungs-, Luft- und Raumfahrtstandort.
