Ein ganz besonderer Abend unserer Sommertour führte uns nach Vogelsang in den Nationalpark Eifel. Gemeinsam mit dem Astronomen Harald Bardenhagen von der Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“ beschäftigten wir uns mit einem Thema, das im Alltag oft kaum noch wahrgenommen wird: dem Wert der natürlichen Dunkelheit und der zunehmenden Lichtverschmutzung.
Zum Einstieg erhielten wir anschauliche Einblicke in die Bedeutung der Dunkelheit für Mensch und Natur. Mit praktischen Beispielen und Lichtexperimenten wurde deutlich, wie Beleuchtung gezielt eingesetzt werden kann, ohne unnötig Licht in die Nacht zu bringen. Auch die Bedeutung der Astronomie für Bildung und nachhaltige Entwicklung sowie ihre Rolle im MINT-Bereich waren spannende Themen unseres Austauschs.
Anschließend besichtigten wir den „SternenBlick Sternenpark“. Dort konnten wir erleben, wie der Sternenhimmel für Besucherinnen und Besucher sowie für die Menschen in der Eifel erlebbar gemacht wird.
Den Höhepunkt des Abends bildete schließlich die Beobachtung des Nachthimmels auf dem Gelände der Sternwarte. Bei klarer Sicht konnten wir den Mond und zahlreiche Sterne beobachten, zwischen Milchstraße und Großem Wagen den Polarstern entdecken und sogar Sternschnuppen sehen. Ein Erlebnis, das uns allen eindrucksvoll vor Augen geführt hat, wie klein wir Menschen im Angesicht des Universums sind – wir sind tatsächlich alle aus Sternenstaub.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass ein solcher Blick auf den Nachthimmel keineswegs selbstverständlich ist. Lichtverschmutzung nimmt auch bei uns zu und beeinträchtigt nicht nur die astronomische Beobachtung, sondern auch Natur und Tierwelt. Der Schutz der natürlichen Dunkelheit ist deshalb ein Thema, mit dem wir uns auch politisch intensiver beschäftigen werden.
Herzlichen Dank an Harald Bardenhagen und das gesamte Team von „Sterne ohne Grenzen“ für diesen außergewöhnlichen Abend und die vielen wertvollen Anregungen.
