25 Jahre Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich

Glas war von jeher die wunderbare Verbindung von Handelsgut und Kunstobjekt. Der Kreis Düren ist bekannt für seine gute Beziehung zu Glas! Sowohl von der Glasmalerei Manufaktur Oidtmann und der Glasbläserei Peill & Putzler – beide machten den Kreis weltweit bekannt dafür. In diesen Kanon bindet sich seit 25 Jahren das Deutsche Glasmalerei-Museum Linnich ein:. Es ist das einzige Spezialmuseum für Flachglasmalerei am Standort der ältesten Glasmalereimanufaktur Deutschlands. Gerne bin ich als Gratulantin beim „silbernen“ Festakt dabei gewesen.

Foto: PPP

Wie bestellt strahlte die Sonne mit den Gästen um die Wette. So kam das „Geburtstagskind“ besonders zum Ausdruck, denn was wäre Glaskunst ohne Licht? Für mich persönlich war schon Kind Glasmalerei in den Kirchen etwas besonders – magisches – anziehendes. Sie erzählen bedeutsame symbolische Geschichten aus leutendem Licht. Oder wie es Pascal Mercier im Roman „Nachtzug nach Lissabon“ formulierte: „Ich brauchte sie gegen die Gewöhnlichkeit der Welt.“

Stele der Toleranz vor dem Deutschen Glasmalerei-Museum Linnich. Foto: PPP

 

Alles andere als gewöhnlich ist auch die Arbeit des Künstlerpaares Kerstin Jeckel und Karl Martin Hartmann, die vor über 30 Jahren ein weltumspannendes, allgemeingültiges Zeichen für Toleranz suchten und fanden: Eine Symbiose aus Stahl und Glas. In Betlehem, Den Haag, Tavernelle Val di Pesa,Wisconsin und zum Jubiläum auch in Linnich ragt die sechs Meter hohe „Stele der Toleranz“ in den Himmel. Ein Projekt, das unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments steht.

Es ist so wichtig, nicht nur grüne Klassenzimmer, sondern auch Kulturklassenzimmer zu haben: Linnich ist ein bunt leuchtendes Klassenzimmer!