Mit dem „Realitätscheck Wasserstoff“ in die Zukunft des Rheinischen Reviers

Der Strukturwandel im Rheinischen Revier wird nur dann erfolgreich sein, wenn wir neue Perspektiven für Industrie, Mittelstand und gute Arbeitsplätze schaffen. Wasserstoff spielt dabei eine Schlüsselrolle.
Unsere Region steht wie kaum eine andere für den Wandel: Aus einer jahrzehntelang von der Braunkohle geprägten Industrielandschaft entsteht Schritt für Schritt ein moderner Energie- und Wirtschaftsstandort. Damit dieser Wandel gelingt, brauchen unsere Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen – und vor allem Planungssicherheit.

Deshalb begrüße ich den „Realitätscheck Wasserstoff“, den die nordrhein-westfälische Landesregierung gemeinsam mit Unternehmen und der Wirtschaft erarbeitet und der Europäischen Kommission vorgelegt hat. Die acht Handlungsempfehlungen zeigen sehr konkret auf, wo Europa jetzt Bürokratie abbauen und Investitionen erleichtern muss.
Gerade im Rheinischen Revier entstehen große Chancen: Neue Wasserstoffnetze, innovative Technologien und klimafreundliche Industrieprozesse können dazu beitragen, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in unserer Heimat zu sichern. Viele Unternehmen wollen diesen Weg gehen. Was sie jetzt brauchen, sind schnelle Genehmigungen, ein leistungsfähiges Wasserstoffnetz und verlässliche politische Entscheidungen.

Für den Kreis Düren und das gesamte Rheinische Revier geht es dabei um weit mehr als Energiepolitik. Es geht um die Zukunft unserer Industrie, unseres Handwerks und unserer mittelständischen Betriebe. Es geht darum, neue Arbeitsplätze zu schaffen und bestehende zu sichern. Und es geht darum, dass der Strukturwandel nicht nur politisch beschlossen, sondern vor Ort auch erfolgreich umgesetzt wird.

Ich bin überzeugt: Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke gehören zusammen. Wasserstoff bietet die Chance, beides miteinander zu verbinden. Deshalb darf Europa den Hochlauf dieser Schlüsseltechnologie nicht länger durch komplizierte Vorgaben ausbremsen. Wer Investitionen fordert, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen.

Nordrhein-Westfalen setzt mit dem Realitätscheck wichtige Impulse. Jetzt ist die Europäische Kommission am Zug. Die Vorschläge liegen auf dem Tisch – nun müssen sie zügig umgesetzt werden. Denn das Rheinische Revier kann Modellregion für die klimaneutrale Industrie von morgen werden. Dafür müssen wir jetzt die richtigen Weichen stellen.