Im Rahmen unserer Sommertour des Arbeitskreises Umwelt und Landwirtschaft der CDU-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen haben wir das Forschungszentrum Jülich besucht. Dort konnten wir einen beeindruckenden Einblick in die Spitzenforschung gewinnen, die schon heute Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit liefert – vom Klimawandel über nachhaltige Landwirtschaft bis hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft.
Im Mittelpunkt unseres Austauschs stand ein Zukunftsthema, das für Nordrhein-Westfalen von enormer Bedeutung ist: die Bioökonomie.
Schon zu Beginn wurde deutlich, welches Potenzial in diesem Forschungsfeld steckt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigten uns eindrucksvoll, wie biologische Ressourcen künftig noch nachhaltiger genutzt werden können und welche innovativen Wertschöpfungsketten derzeit entwickelt werden. Ziel ist es, fossile Rohstoffe schrittweise zu ersetzen, Ressourcen effizienter einzusetzen und gleichzeitig wirtschaftliche Chancen für unser Land zu schaffen.
Besonders beeindruckt hat mich dabei, wie eng Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis bereits heute zusammenarbeiten. Gemeinsam mit Unternehmen und Start-ups wurde deutlich, dass viele der vorgestellten Forschungsergebnisse längst nicht mehr nur im Labor stattfinden, sondern bereits konkrete Anwendungen für Landwirtschaft, Industrie und Klimaschutz hervorbringen. Genau dieser Wissenstransfer ist entscheidend, wenn Nordrhein-Westfalen seine Spitzenposition als Innovationsstandort weiter ausbauen möchte.
Ein weiterer spannender Aspekt war die Verbindung der Bioökonomie mit modernsten digitalen Technologien. Vorgestellt wurden unter anderem digitale Zwillinge von Böden und Landschaften, mit deren Hilfe Daten zusammengeführt und nachhaltige Landnutzungsstrategien entwickelt werden können. Solche Innovationen zeigen eindrucksvoll, wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen.
Der Besuch hat mir einmal mehr vor Augen geführt, dass die Bioökonomie weit mehr ist als ein wissenschaftliches Zukunftsthema. Sie bietet enorme Chancen für den Klimaschutz, stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit und eröffnet neue Perspektiven für die Land- und Forstwirtschaft ebenso wie für die Industrie in Nordrhein-Westfalen.
Ich möchte mich deshalb herzlich beim gesamten Team des Forschungszentrums Jülich für den offenen Austausch und die hervorragende Organisation bedanken. Es ist Ihnen in beeindruckender Weise gelungen, die Bedeutung der Bioökonomie für Nordrhein-Westfalen greifbar zu machen. Sie haben dieses Zukunftsthema gewissermaßen in den Landtag getragen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Sommertour waren begeistert und nachhaltig beeindruckt. Ich bin sicher, dass viele meiner Kolleginnen und Kollegen künftig als Botschafter dieser Idee wirken werden.
