Besuch bei den Quarzwerken in Frechen
Gemeinsam mit meinem Landtagskollegen Thomas Okos hatte ich die Gelegenheit, die Quarzwerke in Frechen zu besuchen und einen Einblick in eines der traditionsreichsten Industrieunternehmen Nordrhein-Westfalens zu erhalten.
Das Familienunternehmen wurde bereits 1884 gegründet und hat seinen Hauptsitz bis heute in Frechen. Was viele nicht wissen: Die Quarzwerke gehören zu den sogenannten „Hidden Champions“ unseres Landes – Unternehmen, die selten im Rampenlicht stehen, aber für zahlreiche industrielle Wertschöpfungsketten unverzichtbar sind.
Bei unserem Besuch wurde deutlich, welche zentrale Rolle Industriemineralien für unseren Alltag und unsere Wirtschaft spielen. Die Quarzwerke gewinnen, veredeln und verarbeiten Rohstoffe wie Quarz, Kaolin, Feldspat, Wollastonit und Glimmer. Daraus entstehen Spezialprodukte für unterschiedlichste Branchen – von der Glas- und Keramikindustrie über die Automobilindustrie bis hin zu Farben, Lacken, Kunststoffen und Bauchemie.
Besonders beeindruckend ist die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten. Viele Produkte, die wir täglich nutzen, wären ohne diese Grundstoffe nicht herstellbar. Unternehmen wie die Quarzwerke stehen damit am Anfang zahlreicher industrieller Wertschöpfungsketten und leisten einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriestandorts.
Die Unternehmensgruppe beschäftigt europaweit rund 3500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an mehr als 30 Standorten. Allein am Standort Frechen arbeiten über 200 Beschäftigte. Als inhabergeführtes Familienunternehmen verbinden Quarzwerke langfristiges Denken mit Innovationskraft, Forschung und einer starken regionalen Verwurzelung.
Ein besonderer Standortvorteil ist das hochwertige Quarzsandvorkommen in Frechen, das zu den bedeutendsten Europas zählt und seit Generationen die Grundlage für die industrielle Entwicklung des Unternehmens bildet.
Der Besuch hat einmal mehr gezeigt: Eine starke Industrie beginnt nicht erst bei den Endprodukten, sondern bei den Unternehmen, die die notwendigen Rohstoffe bereitstellen. Wer über die Zukunft unseres Industriestandorts spricht, muss deshalb auch die Bedeutung der Grundstoffindustrie im Blick behalten.
Mein herzlicher Dank gilt der Unternehmensleitung sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die offenen Gespräche, die informative Werksführung und die spannenden Einblicke in ihre Arbeit.




