Nordrhein-Westfalen stellt den Hochwasserschutz auf ein neues Fundament

Fluten machen nicht an Gemeindegrenzen halt. Deshalb setzt der Pakt auf eine enge Kooperation aller Beteiligten sowie auf einen integrierten Ansatz aus technischem und naturnahem Hochwasserschutz.
Mit dem „Pakt für Hochwasserschutz“ stärkt Nordrhein-Westfalen die Zusammenarbeit von Land, Kommunen, Wasserverbänden und Bezirksregierungen. Ziel ist es, Schutzmaßnahmen besser abzustimmen, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und Projekte konsequent entlang der Flusseinzugsgebiete umzusetzen.

Ein zentrales Element ist die langfristige finanzielle Absicherung: Das Land stellt jährlich rund 100 Millionen Euro für den Hochwasserschutz bereit. Diese bereits erhöhte Fördersumme wird über den Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur für die kommenden zwölf Jahre verstetigt. Insgesamt stehen damit bis 2037 rund 1,1 Milliarden Euro Landesmittel speziell für den Hochwasserschutz zur Verfügung. Das bedeutet so viel Prävention wie noch nie in Nordrhein-Westfalen.

Das Land übernimmt dabei bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Ergänzend stehen Kommunen weitere Finanzierungsquellen zur Verfügung, unter anderem Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität sowie aus dem ökologischen Gewässerschutz.

Foto: PPP


Neben der Finanzierung setzt der Pakt auf:

  • risikobasierte Priorisierung von Maßnahmen,
  • verbindliche Regionalpakte in den Flusseinzugsgebieten,
  • eine digitale Hochwasserplattform zur Verfahrensbeschleunigung,
  • Flächensicherung im Konsens mit der Landwirtschaft,
  • sowie die Stärkung der Eigenvorsorge.
  • Seit 2021 wurden bereits mehr als 500 Projekte mit rund 390 Millionen Euro unterstützt. Der neue Pakt führt diesen Weg konsequent fort und schafft eine dauerhafte Struktur für besseren Schutz von Menschen, Natur, Infrastruktur und Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen