Mein Name ist Laronna Kelani und ich besuche die EF des Mädchengymnasiums Jülich (MGJ). Ich hatte die Chance, zwei Wochen lang ein Praktikum im Landtag NRW zu absolvieren und durfte in dieser Zeit einen ganz besonderen Einblick in die politische Arbeit einer Abgeordneten im nordrhein-westfälischen Landtag bekommen.
Ich habe mich für ein Praktikum bei der Landtagsabgeordneten des Kreises Düren, Patricia Peill, entschieden, weil Politik für mich schon seit längerer Zeit ein sehr wichtiges und interessantes Thema ist. Ich habe mich bewusst für ein Praktikum bei Frau Peill entschieden, weil mich besonders interessiert hat, wie sie sich als Landtagsabgeordnete für die Menschen und die Region Düren einsetzt. Ihre politischen Themen und Schwerpunkte interessieren mich persönlich sehr und entsprechen den Bereichen, mit denen ich mich auch selbst gerne beschäftige.
Deshalb wollte ich nicht nur allgemein einen Einblick in die Politik bekommen, sondern vor allem verstehen, wie politische Arbeit für die eigene Region konkret aussieht und wie Anliegen aus Düren in die Landespolitik eingebracht werden. Mich interessiert besonders, wie politische Entscheidungen entstehen, wie unterschiedliche Interessen zusammenkommen und wie Politik unseren Alltag beeinflusst. Deshalb wollte ich nicht nur im Unterricht oder aus den Nachrichten etwas über Politik erfahren, sondern selbst erleben, wie politische Arbeit tatsächlich aussieht.
Wie sieht eigentlich der Alltag einer Landtagsabgeordneten aus?
Genau das durfte ich während meines Praktikums bei Patricia Peill erleben. Und eines kann ich direkt sagen: Kein Tag war wie der andere. 😅
Schon an meinem ersten Tag, dem 6. Juli, bekam ich eine Führung durch den Landtag und konnte mich zunächst ein wenig orientieren. Danach ging es direkt an die Arbeit. Da wir am nächsten Tag gemeinsam die Landesgartenschau in Neuss besuchen würden, bereitete ich ein Briefing für Frau Peill vor. Für mich war es ein spannender Einstieg, direkt an einer Aufgabe arbeiten zu dürfen, die für einen bevorstehenden Termin relevant war.
Am nächsten Tag traf ich Frau Peill dann zum ersten Mal persönlich. Gemeinsam mit ihr und einigen anderen Praktikantinnen und Praktikanten besuchte ich die Landesgartenschau in Neuss. Wir bekamen eine Führung und konnten uns die verschiedenen Bereiche anschauen. Anschließend saßen wir noch gemeinsam bei Kuchen zusammen. Das war ein sehr schöner Tag und eine tolle Möglichkeit, Frau Peill und die anderen Praktikanten besser kennenzulernen. 🍀
Am Mittwoch arbeitete ich an einem Thema, das mir besonders im Gedächtnis geblieben ist: der Zuckersteuer. Ich stellte eine Präsentation fertig, die Frau Peill anschließend für ihre politische Arbeit nutzen konnte. Es war ein wirklich schönes Gefühl zu wissen, dass meine Recherche und Arbeit tatsächlich verwendet wurde. Danach durfte ich bei verschiedenen Sitzungen und Ausschüssen zuhören. Gerade dabei wurde mir bewusst, wie viele Diskussionen und Überlegungen hinter politischen Entscheidungen stehen.
Am Donnerstag unterstützte ich Frau Peill bei der Vorbereitung ihrer Plenumsrede zum Thema Circular Economy, also Kreislaufwirtschaft. Dabei recherchierte und sammelte ich wichtige Punkte für ihre Rede. Auch an diesem Tag wurde mir wieder klar, dass man in der Politik ständig an unterschiedlichen Themen arbeitet und sich immer wieder in neue Bereiche einarbeiten muss.
Nach einem freien Freitag ging es für mich zunächst mit Recherchearbeit von zu Hause aus weiter. Am Montag, dem 13. Juli, setzte ich diese Arbeit dann im Landtag fort. Später durfte ich an einer CDU-Anhörung teilnehmen, bei der unter anderem auch Ministerpräsident Hendrik Wüst anwesend war. Es war spannend, eine solche Veranstaltung nicht nur aus den Nachrichten zu kennen, sondern selbst vor Ort dabei zu sein.
Am Dienstag nahm ich an einer Sitzung der Parlamentariergruppe Polen, Ukraine, MOE und Baltikum teil. Dort bekamen wir unter anderem einen historischen Einblick in die Geschichte und die Beziehungen der verschiedenen Länder. Für mich war diese Sitzung besonders interessant, da ich mich auch für internationale Politik interessiere.
Mit Beginn der Plenarwoche wurde es dann noch einmal besonders spannend. Einen ganzen Tag lang verfolgte ich die Plenarsitzungen und konnte die Debatten direkt miterleben. Politik im Fernsehen zu sehen, ist etwas völlig anderes, als mitten im Landtag zu sitzen und die Diskussionen live zu verfolgen.
Später hatte ich außerdem die Möglichkeit, gemeinsam mit Frau Peill an ihrer Website zu arbeiten. Dabei ging es vor allem darum, die Website für jüngere Menschen zugänglicher und interessanter zu gestalten. Diese Aufgabe hat mir besonders gefallen, weil ich selbst zur jüngeren Generation gehöre und dadurch meine eigene Perspektive und Ideen einbringen konnte.
An meinem letzten Tag durfte ich selbst aktiv werden: Ich gab zwei Gästen eine Führung durch den Landtag und begleitete sie anschließend beim Besuch der Plenarsitzungen. Außerdem besuchte ich das Archiv beziehungsweise die Bibliothek des Landtags. 📚 Zum Abschluss nahm ich gemeinsam mit Frau Peill an einem Termin mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Kommunen sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern teil. Auch dieser Termin zeigte mir, wie wichtig der Austausch zwischen der Landespolitik und den Menschen vor Ort ist.
Mein Fazit
Wenn ich auf mein Praktikum zurückblicke, nehme ich vor allem mit, wie vielseitig politische Arbeit tatsächlich ist. Vor meinem Praktikum hatte ich natürlich eine Vorstellung davon, wie der Alltag im Landtag aussieht. Aber erst durch die vielen unterschiedlichen Aufgaben und Termine konnte ich erleben, wie viel Arbeit hinter einer Rede, einer Sitzung oder einem politischen Termin steckt.
Besonders schön fand ich, dass ich nicht nur zuschauen durfte. Ich konnte selbst recherchieren, Präsentationen vorbereiten, Ideen einbringen und bei vielen unterschiedlichen Terminen dabei sein. Dadurch fühlte ich mich nicht einfach wie eine Praktikantin, die nur mitläuft, sondern konnte wirklich einen kleinen Einblick in die praktische politische Arbeit bekommen.
Ich bin Frau Peill und ihrem gesamten Team sehr dankbar für die herzliche Aufnahme und die vielen Möglichkeiten, die ich während meines Praktikums bekommen habe. Die zwei Wochen im Landtag waren für mich eine spannende, lehrreiche und vor allem sehr besondere Erfahrung. Sie haben mir gezeigt, dass Politik viel mehr ist als das, was man am Ende in den Nachrichten oder in einer Plenardebatte sieht – und mein Interesse an Politik noch einmal deutlich verstärkt.
